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8. Mai 2026
Karotten -Power &Pescetarier-Glück

Unsere 20 Jahre im „Fleisch-Land“ Uruguay.
Stellt euch vor, wir schreiben das Jahr 2005. Wir packen die Koffer, schnappen unsere zwei Kinder und wandern aus. Das Ziel: Uruguay.
Das Land der unendlichen Weiten, der Herzlichkeit und... des Fleisches.
Wir kamen als überzeugte Vegetarier an – quasi mit der Tofu-Wurst zur Messer-Schlacht.
Wenn wir damals sagten: „No como carne“, ernteten wir Blicke, als kämen wir von einem anderen Stern. „Gar kein Fleisch? Auch kein Hühnchen?“ – „Nein.“ – „Aber ein bisschen Schinken ist doch okay, oder?“
Zeitsprung ins Heute:
Die nächste Generation hat mittlerweile kapituliert.
Unsere Kinder haben uruguayische Partnerinnen gefunden und die Liebe zum traditionellen Asado entdeckt. Tradition schlägt Erziehung – die Liebe geht eben doch durch den Magen!
Und wir?
Mein Mann und ich sind seit stolzen 40 Jahren fleisch frei. Vor fünf Jahren haben wir ein kleines „Körper-Update“ gemacht:
Weil unser Organismus nach Omega-3 verlangte, darf seitdem ab und zu frischer Fisch auf den Tisch. Ansonsten bleiben wir unseren Prinzipien treu.
Und wer glaubt, in Uruguay gäbe es nur Steaks, der war noch nie auf den Märkten!
Von Colonia bis nach Punta del Este findet man überall an der Küste wöchentliche Märkte (manchmal sogar zweimal die Woche!), die wahre Gemüse-Paradiese sind. Diese Farbenpracht, die Vielfalt an Ständen und die tollen Läden mit Veggie-Spezialitäten – es ist alles da, was das Herz begehrt.
Mein Fazit nach zwei Jahrzehnten:
Man muss nicht dasselbe essen, um das gleiche Glück zu teilen. Während die Kinder die lokale Grill-Kunst feiern, genießen wir unser Markt -Gemüse und unseren Fisch.
Wir sind glücklich, gesund und haben bewiesen:
Man kann im Land der Gauchos wunderbar leben, auch wenn man das Rind lieber auf der Weide als auf dem Grill sieht.🙏😁
¡Buen provecho! – egal, was bei euch heute auf dem Teller landet.🌞🇺🇾🌞
